6. Internationaler Sparkassen

Adler Cup 2020

Internationales Judo Jugend Turnier

Über 2.700 zugelassene Starter aus 43 Nationen zeigten ihr Können beim größten Judo Turnier Europas

Internationaler Sparkassen Adler Cup fand zum fünften Mal vom 26. - 27. Oktober 2019 in Frankfurt am Main statt

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Innen- und Sportminister Peter Beuth veranstaltete die TSG Nordwest 1898 Frankfurt am Main e.V. zum fünften Mal den Internationalen Sparkassen Adler Cup, das größte Kinder-Judo-Turnier in Europa. Am 26. und 27. Oktober zeigten mehr als 2.700 zugelassene Kinder und Jugendliche im Alter von 7-17 Jahren in der Leichtathletikhalle des Sport- und Freizeitzentrums Kalbach (Frankfurt am Main) ihr Können auf 10 Wettkampfmatten und unter den wachssamen Augen von über 130 international angereisten Kampfrichtern an zwei Wettkampftagen. 43 Nationen nahmen teil, darunter Teilnehmer und Kampfrichter aus Kasachstan, Russland, Ägypten, Algerien und den USA.

Die feierliche Eröffnung am Samstag um 8:15 Uhr war eine würdige Kulisse für dieses einzigartige Judoturnier. Die Stadt Frankfurt hatte Dr. Lutz Rättig als Ehren-Stadtrat entsendet, um die Grußworte von Oberbürgermeister Feldmann an die Anwesenden zu übermitteln.

Danach ging es mit der U9 los – die einzige Altersklasse mit im Pool-Modus und mit Medaillengarantie für jedes teilnehmende Kind. Schon ab der darauffolgenden U12 hieß es in vielen Gewichtsklassen: KO-Modus mit doppelter Trostrunde. Für viele angereisten Kinder das erste Mal im Judoleben, dass ein einziger verlorener Kampf schon das Turnieraus bedeuten konnte. So gab es denn auch große Emotionen in der riesigen Halle – beim Judo sind Sieg und Niederlage häufig Ergebnis eines einzigen Augenblicks.
Obwohl „erst“ U12, waren die gezeigten Leistungen häufig weit über Altersstandard und beeindruckend. Die Zuschauer kamen so voll auf ihre Kosten und in vielen Ländern saßen zuhause die nicht mitgereisten Familien und Vereine vor der Internetübertragung, die von mehreren Matten weltweit ausgespielt wurde.

Auch die noch folgenden Altersklassen der U15 und der U18 hielten das gezeigte Leistungsniveau sehr hoch: selbst national den absoluten Erfolg gewöhnte Judoka loteten hier Grenzen aus und gerade die vielen Teilnehmer aus Osteuropa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion bewiesen, dass modernes Judo dort noch einen wesentlich höheren Stellenwert besitzt. Gut mithalten konnten die Starter aus den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien, die überdurchschnittlich erfolgreich abschnitten.

Gegen 21:00 Uhr fand der letzte Kampf des Tages statt und die TSG Nordwest hatte danach alle Helfer und Kampfrichter zum traditionellen Frankfurter Buffet geladen, das wie immer zahlreich angenommen wurde.

Wir freuen uns, dass der Adler-Cup eine so große internationale Resonanz findet und dass sich Kinder tausende von Kilometern mit ihren Eltern auf den Weg machen, hier in Frankfurt am Main zu kämpfen“, begeistert sich Initiator und Turnierleiter Fabian Keller von der TSG Nordwest. „Der Schlüssel sind die Elternhelfer der TSG, die hier vier Tage Tag und Nacht helfen und das ganze Jahr über planen und vorbereiten“, fügt der Judo Abteilungsleiter der TSG 1898 Djelloul Djeriou hinzu. In der Tat ist die gesamte Veranstaltung ehrenamtlich initiiert und organisiert – und das schon fünf Jahre lang.

Am Sonntag ging es früh weiter und die U11 brachte schon wieder tolles Judo auf die zehn Wettkampfmatten – auch hier eine Besonderheit in der Altersklasse, dass in Doppel-KO Modus – gewichtsnah – gekämpft worden ist: damit setzte die TSG die Wünsche vieler ausländischen Vereine um.

Weiter ging es mit der U14 und der U17 und schließlich dem letzten Kampf gegen 18:00 Uhr. Der Adler Cup hatte nahezu pünktlich sein Ende gefunden.
Ein Highlight am Sonntag ist jedes Jahr die Verleihung des Sparkassen-Förderpreises für ein besonderes, junges Judotalent. Die Wahl dazu wird von den Kampfrichtern über die gesamte Turnierdauer vorgeschlagen und entschieden. In diesem Jahr fiel die Wahl auf den zwölfjährigen.

Vic Grymonrez aus Belgien, dessen Heimatverein Yama Arashi ist. Vic hat früh mit Judo angefangen, trainiert bei guten schulischen Leistungen fünfmal in der Woche, hat schon drei Jahre lang beim Adler Cup teilgenommen und ist auch auf anderen internationalen Turnieren ein ständiger Gast. Für Vic ist Judo neben der Schule alles und dies zeigt er auch in jedem seiner Kämpfe, die offensichtlich auch die erfahrenen, anwesenden Kampfrichter und Kampfrichterbewerter nachhaltig beeindruckt hatten.
Der Adler Cup für die beste Mannschaftsleistung des Turniers über zwei Tage ging in diesem Jahr an
Academy Judo aus Kasachstan.

Herzlichen Glückwunsch!
Die Leistung der weit über 100 ehrenamtlichen Helfer war außerordentlich. Insgesamt wurden tausende von Brötchen, Pommes, Kuchen, Steaks, Pizzen und andere Leckereien lecker zubereitet und serviert – natürlich alles mit Bio-Geschirr und damit auch für die Umwelt eine große Freude.

Wie immer fanden die Adler Cup T-Shirts reißenden Absatz, aber auch die Tombola, die wieder von Hasbro/NERF unterstützt worden war, war ein Publikumsmagnet für die kleinen Topathleten. In diesem Jahr das erste Mal präsentierte sich die Adler Cup Foto-Box für unvergessliche Sofort-Bild-Erinnerungen und dank Thomas Bickel waren auch die Siegerehrungen unvergessliche Momente.

Für judo-spezifische Wünsche waren Ippon-Shop, DAX und Ju-Sports mit eigenen, großen Ständen vor Ort.

Viele Vereine und die Presseberichterstattung der Tage nach dem Adler Cup bestätigen, dass dieser Event als die inoffizielle Judo-Weltmeisterschaft für Kinder gesehen wird und weltweit einzigartig ist. Das freut uns alle sehr.

Ein besonderer Dank geht an die verantwortlichen Ehrenamtlichen für die großen Teams, die das Turnier überhaupt erst ermöglichen. Dani Djeriou und ihr riesiges und unerschöpflich arbeitendes Team im Verkauf, Andi Hüfner und das gesamte Auf- und Abbauteam, Mark Sauerbrey und das Wettkampfbüro, sowie die IT, das Netzwerk und damit auch alle Anzeigesysteme, Leon Guchlerner und alle Kassen- und Finanzbefassten, Sven Wagner und die Lehrgangstrainer und -helfer, Simone Bodemann und Uli Wehner für das gesamte Helfermanagement vor und während des Events und Djelloul Djeriou und Fabian Keller, die das Turnier gemeinsam verantworten und überall und immer da sind, wo es notwendig war und ist.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Kosten dieser ehrenamtlichen Veranstaltung nur durch die außergewöhnlichen Zuwendungen vom Sparkassen- und Giroverband Hessen/Thüringen, der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen, der Fraport AG und vielen weiteren Unterstützern gedeckt werden können. Ein herzliches Danke dafür.
Ab dem 01. April 2020 heisst es wieder: das Meldeportal ist eröffnet und in der Zwischenzeit optimieren die Verantwortlichen den Adler Cup noch ein bisschen weiter und nehmen die vielen Rückmeldungen und Feedbacks aus der ganzen Welt sehr ernst. Danke Euch allen dafür!

 
 

Wir streamen den Adler Cup für euch!